Grenzfeststellung - Grenzherstellung - Grenzanzeige

Grenzfeststellung 

Anhand des Katasterzahlennachweises und der Örtlichkeit, sowie der Mitwirkung der Beteiligten wird die rechtsmäßige und geometrische Lage der Grenze und der Grenzpunkte aus historischen Messungen rekonstruiert. Nach diesen Erkenntnissen findet eine Abmarkung der festgestellten Grenzpunkte statt, die in einem Grenztermin verhandelt werden. Das Ergebnis dieser Verhandlung wird durch die Unterschrift der Beteiligten Personen in einer Niederschrift festgehalten.

Grenzherstellung

Bei dieser Form der Grenzermittlung untersucht der O.b.V.I die Örtlichkeit auf Grenzzeichen und stützt sich dabei auf den Katasterzahlennachweis. Nachdem Auffinden alter Grenzzeichen werden diese rechnerisch auf ihre rechtmäßige Lage kontrolliert. Falls Grenzzeichen in der Örtlichkeit unauffindbar sind, kann der Auftraggeber eine Neuabmarkung veranlassen, falls die Positionen der jeweiligen Grenzpunkte eindeutig (Zahlennachweis im Kataster) wiederhergestellt werden konnten.

Grenzanzeige

Im Falle einer Grenzanzeige stützt sich der Ö.b.V.I. auf den Katasterzahlennachweis und des örtlichen Bestandes. Es wird ein rechnergestützter Vergleich zwischen diesen beiden Kriterien vorgenommen. Nach der Klärung von eventuellen Widersprüchen wird die betroffene Grenze in einem Ortstermin den Beteiligten angezeigt. Eine Grenzanzeige ist hingegen zur Grenzfeststellung bzw. -herstellung keine rechtsstützende Form zur Klärung von Eigentumsverhältnissen.

Download: Vermessungsantrag