Geoinformationssystem für Forstwirtschaft

Holzstapel
Holzstapel im Wald

Der Wald besitzt die Funktionen als Rohstoffquelle, Schutzgrundlage und Erholungsgebiet. Um eine optimale Nutzung dieser Komponenten zu gewährleisten, werden diverse ökologische und ökonomische Aspekte in Betracht gezogen.

Während die Baumfällung meist von den Forstbehörden vorgenommen wird, ist der Abtransport des Holzgutes Aufgabe der Fuhrunternehmen. Diese kontaktieren die zuständigen Behörden, um Informationen über die Lage und Menge der Holzstapel zu bekommen. Da Waldwege eng und oft schwer passierbar sind, muss der Kraftfahrer eine detaillierte Beschreibung der Position des Holzes vermittelt bekommen haben. Irrwege kosten hingegen viel Zeit und somit auch Geld.

Für die Unterstützung des Holzabtransports werden sogenannte Forst- Geoinformationssysteme verwendet. Die Position der Holzstapel ist durch die Lage im amtlichen System mittels GPS bestimmt worden und kann nun dem Fuhrunternehmen bei der Anfahrt helfen. Die Funktionsweise ist vergleichbar mit der Navigationstechnik von Geoobjekte für Fahrzeuge.

Über ein Internetportal können die GPS- bestimmten Lagekoordinaten integriert werden. Der Fuhrunternehmer kann diese durch Registrierung seiner Daten und Zustimmung der Forstbehörde die gewünschten Koordinaten herunterladen und diese im Navigationssystem eingegeben. Das Aufsuchen der Holzstapel wird zum Kinderspiel…

Des Weiteren sind naturschutzbedingte  Maßnahmen für Waldflächen notwendig geworden. Um gefährdete oder stark belastete Waldabschnitte zu analysieren und visualisieren, kann auf Grundlage von Orthofotos, Liegenschaftskarten und digitalisierten Forstkarten ein Informationssystem geschaffen werden, in dem Sachdaten zu den jeweiligen Baumbeständen  gespeichert werden können. Somit liegen raumbezogene Daten der Forstbehörde zu Grunde, die zur Entscheidungshilfe für diverse forsttechnische Vorhaben beitragen.

Der Wald dient in der heutigen Zeit mehr und mehr als Erholungsgebiet. Aus diesem Grund interessieren sich Touristen für besonders sehenswerte Waldwege. Es gibt bereits viele analoge Routenplaner die eine Navigation durch bestimmte Waldgebiete ermöglichen, jedoch existieren digitale Auskunftssysteme eher selten. Kommunen sollten somit ausgewählte Wanderrouten durch Waldgebiete anbieten. Die einfachste Lösung ist die Präsentation über ein sogenanntes Web GIS, in dem der Nutzer Navigations- und Suchmöglichkeiten besitzt, um schnell und effektiv die gewünschte Route zu bekommen.

Für die Umsetzung dieser Wünsche unterstützen wir Sie gern und bieten uns als Partner für Pilotprojekte an. Bei Interesse ihrerseits kontaktieren Sie uns. Im Gespräch können wir weitere Anregungen zu diesen Themen geben.